belushi belushi John "'Joliet' Jake Blues" Belushi

Geboren am 24.01.1949 in Wheaton, Illinois (USA)
Gestorben am 05.03.1982 in Hollywood

Filmrolle: Gesang, Harp

Beruf: Schauspieler, Komiker, Schreiber, Musiker, Sänger

Geschwister: James Belushi (Schauspieler, Sänger, Musiker)

Geboren 1949 als Sohn eines Restaurantbesitzers spielte Belushi in der Highschool Schlagzeug und trat als hervorragender Footballspieler hervor. Doch schnell entdeckte er seine eigentliche Leidenschaft: Die Schauspielerei.

Bereits während seiner College-Zeit trat er in Theaterstücken auf und zeichnete sich bereits damals durch seine Stand-up-Comedies aus. Später wurde er sogar als einziger von der Chicago's Second City Comedy Troupe auserwählt.

Schon bald war Belushi für seinen komödiantischen
Improvisationsstil, der manchmal gemein und politisch inkorrekt war, bekannt, doch Belushi hatte Glück: es waren die 70er und solch ein Humor wurde hochgelobt anstatt schikaniert.

1973 wirkte er bei dem Broadway-Bühnenstück "Ich glaub', mich tritt ein Pferd" mit, wo er von Talentscouts für die neue satirische Abendsendung "Saturday Night Live" entdeckt wurde.

Dort konnte er seinem komödiantischem Talent freien Lauf lassen und sorgte schließlich durch seinen großen Erfolg beim Publikum dafür, daß 1976 der groß gefeierte Komödienstar Chevy Chase von der Bildfläche verschwand.

Amerika hatte einen neuen Komiker. Belushi gehörte zu den wenigen Performern, die erfolgreich Gewalt und soziale Unruhen als Quelle ihres Humors nutzen konnten. Unvergeßlich bleiben seine Slapstick-Aktionen (der Fisch-aus-dem-Wasser-Samurai-Kämpfer) in der Comedy-Show.

Diese Comedy-Reihe wurde noch für viele andere Schauspieler zum Sprungbrett für eine Hollywood-Karriere und John bescherte sie 1978 sein Filmdebüt mit einem Kurzauftritt als mexikanischer Hilfssheriff in Jack Nicholsons Western "Der Galgenstrick".

Auch die folgende Rolle als übergewichtiger Lümmel Bluto in der College-Burleske "Ich glaub', mich tritt ein Pferd" (1978) war John auf den Leib geschrieben. 1979 spielte er den Bruchpiloten Wild Bill Keslo in der Kriegsklamotte "1941" von Steven Spielberg. Die "Blues Brothers" markieren seinen Höhepunkt, entwickelt und umgesetzt aus einem Sketch der "Saturday Night Live-Show".

John Landis spleeniger Kultfilm "Blues Brothers" (1979) und John Belushi - das passte wie die Faust aufs Auge. An der Seite von Dan Aykroyd überzeugte der Sohn eines albanischen Einwanderers in einem ausgelassenen Musik- und Actionfilm, der von dem etwas grobschlächtigen, überdrehten Charakter Belushis lebte.

Weitere Filme mit John Belushi: "Things We Did Last Summer" (1977, TV), "The Rutles - All You Need Is Cash" (1978), "Old Boyfriends" (1979) und "Die verrückten Nachbarn" (1981).

"Blues Brothers" war sein vielleicht größter Auftritt in einem kurzen Leben, denn nach Michael Apteds Liebeskomödie "Zwei wie Katz' und Maus" (1981) war Schluss.

Denn so schnell wie sein Erfolg in die Höhe schoß, genau so schnell sank er auch wieder. Als am 5. März 1982 Schauspieler Robin Williams und Schriftsteller Nelson Ryan ihren Freund in seiner Residenz in West Hollywoods Chateau Marmont Hotel aufsuchten, waren sie die letzten, die John Belushi lebend sahen.

Einige Stunden später starb Belushi an einer Überdosis Kokain und Heroin.

Filmografie:

  • 1973: Schlock - Das Bananenmonster (Schlock)
  • 1973: National Lampoon's Lemmings (Kurzfilm)
  • 1975: Schande des Dschungels (Tarzoon, la honte de la jungle) – Stimme
  • 1975–1979: Saturday Night Live (Fernsehserie)
  • 1976: The Beach Boys: It's OK (TV) – Kurzfilm
  • 1977: Things We Did Last Summer (TV) – Kurzfilm
  • 1978: The Rutles: All You Need Is Cash (TV)
  • 1978: Ich glaub', mich tritt ein Pferd (National Lampoon's Animal House)
  • 1978: Der Galgenstrick (Goin' South)
  • 1978: Grateful Dead: The Closing of Winterland (TV)
  • 1979: Meine alten Freunde (Old Boyfriends)
  • 1979: 1941 – Wo bitte geht's nach Hollywood
  • 1980: Blues Brothers
  • 1981: Zwei wie Katz und Maus (Continental Divide)
  • 1981: Steve Martin's Best Show Ever (TV) – Kurzfilm
  • 1981: Die verrückten Nachbarn (Neighbors)
  • 1985: The Best of John Belush
  • 1986: The Best of Dan Aykroyd
  • 1989: Saturday Night Live: 15th Anniversay
  • 1989: The Best of Gilda Radner
  • 1990: When the Applause Died
  • 1991: Feivel der Mauswanderer im wilden Westen - Sänger
  • 1993: The Best of the Blues Brothers
  • 1996: The Making of '1941'
  • 1996: Joe Cocker: Have a Little Faith
  • 1998: Blues Brothers 2000 - In memory
  • 1999: Saturday Night Live: The Best of Steve Martin
  • 1999: Saturday Night Live Christmas
  • 1999: Saturday Night Live: 25th Anniversary
  • 2002: SNL Remembers John Belushi
  • 2002: The Trials of Henry Kissinger