bluesbrothers2000 Der 2. Film - Die Fortsetzung
 

The Blues Brothers 2000

Regie: John Landis, Erscheinungsjahr: 1998, Dauer: 123 min, FSK: 6

Handlung:

18 Jahre nach der ursprünglichen "göttlichen Mission" wird Elwood Blues (Dan Aykroyd) aus dem Gefängnis entlassen und erfährt, dass sein Bruder und Partner Jake mittlerweile gestorben ist.

Auch die Band existiert nicht mehr und das Waisenhaus, in dem er und Jake aufgewachsen sind, konnte schlussendlich doch nicht gerettet werden.

Von der Pinguintante Schwester Mary (Kathleen Freeman), die nun ein Kinderkrankenhaus leitet, erfährt er, dass auch sein Ziehvater Curtis tot ist und dessen unehelicher Sohn Cabel (Joe Morton) sein einziger lebender "Verwandter" ist, aber nichts von seinem leiblichen Vater weiß.

Zusammen mit dem zehnjährigen Waisenkind Buster (J. Evan Bonifant), dem er ein Mentor sein soll, sucht Elwood seinen Quasi Stiefbruder auf und muss feststellen, dass dieser ein linientreuer Bilderbuchpolizist ist und nichts von Familienbanden wissen will. Er ist überzeugt, dass Elwood nichts Gutes im Sinn hat.

Vonseinem früheren Bandkumpels Willie Hall bekommt Elwood einen Job in dessen Stripbar angeboten, wo er nicht nur den stimmgewaltigen Barmann "Mighty" Mack McTeer (John Goodman) kennenlernt, sondern auch den Russen zeigt, was er von Schutzgelderpressern hält.

Von den zahlreichen Veränderungen verirrt, aber überzeugt davon, dass "die Wege des Herrn unergründlich" sind, versucht Elwood erneut die Band zusammenzutrommeln. Mit ihr will er bei einem Wettstreit der Bands teilnehmen, welcher von der 130-jährigen Voodoo-Hexe Queen Mousette (Erykah Badu) in den Sümpfen Louisianas veranstaltet wird.

Doch bis dahin ist es ein langer Weg und mittlerweile wird die Blues Brothers Band nicht nur von der Polizei, welche ihn für den Kidnapper von Buster hält, sondern auch von der Russenmafia und einer rechtsextremen paramilitärischen Vereinigung verfolgt.

Erwähnenswert:

Auch wenn der Film vielleicht nicht zu 100 % an seinen legendären Vorgänger aus dem Jahr 1979 heranreicht, merkt man ihm doch an, dass Dan Aykroyds Leidenschaft für Rhythm und Blues auch heute noch enorm stark ist und so kann die Musik alle eventuellen Minuspunkte locker ausgleichen.

So meinte Dan auch: "Ich dachte immer, da käme noch eine andere Geschichte, aber als John starb, war alles zu Ende. Aber die Zeit verging, und ich fing wieder an, im House of Blues mit der Band zu spielen. Auch in meinem Leben gab es einige Veränderungen, und langsam war ich so weit, daß ich mich hinsetzen konnte, um das nächste Kapitel im Leben Elwoods zu schreiben."

"Blues Brothers 2000" ist eine Fortsetzung im wahrsten Sinne des Wortes und setzt nicht nur 18 Jahre später dort wieder ein, wo der alte aufgehört hat, er ist auch einer der wenigen Filme, in denen die meisten Schauspieler der ersten Fassung wieder mitspielen - Kathleen Freeman, Frank Oz, Steve Lawrence, Jeff Morris, die Band - alle sind wieder da und spielen ihre alten Rollen.

Einer der Höhepunkte ist der "Louisiana Gator Boys", einer Supergruppe, die eigens für diese Gelegenheit zusammengestellt wurde und eine lärmende Fassung von "How Blue Can You Get", sowie den Hit von Gary U. S. Bond "New Orleans" spielen.

Einundzwanzig der größten Superstars der Welt präsentierten ihre Musikstile - vom R&B bis zum Jazz, vom Rock and Roll zur Country-and-Western-Musik:

B. B. King, Bo Diddley, Eric Clapton, Steve Winwood, Dr. John, Jeff Baxter, Isaac Hayes, Travis Tritt, Lou Rawls, Koko Taylor, Billy Preston, Gary U. S. Bond, Clarence Clemons, Jack de Johnette, Tommy "Piper" McDonnell, Taj Mahal, Charlie Musselwhite. Joshua Redman, Jimmie Vaughan, Grover Washington und Willie Weeks.

Aber auch andere berühmte Namen des Showgeschäfts sind vertreten:

James Brown singt mit Sam Moore den Gospelklassiker "John the Revelator".

Wilson Pickett und Eddie Floyd singen mit Jonny Lang "634-5789", den Hit, der in den Sechzigern von Floyd und Steve Cropper für Pickett geschrieben wurde.

Die Blues Traveler singen einen neuen Song, der speziell für den Film geschrieben wurde: "Maybe I'm Wrong", und Junior Wells - wohl der größte Harfenspieler in der Geschichte des Blues - spielt mit dem Gitarristen Lonnie Brooks "Checkin' on My Baby".

Aretha Franklin hat speziell für diesen Film ihren Hit "Respect" in einer überarbeiteten Fassung neu aufgenommen.

Aykroyd und Goodman bekamen die Gelegenheit, in den Klassikern "It's Cheaper to Keep Her" und "Lookin For a Fox" zu zeigen, was sie können.

Und natürlich ist auch die Original Blues Brothers Band wieder mit von der Partie:

Steve "The Colonel" Cropper, Donald "Duck" Dunn, Murphy Dunne, Willie "Too Big" Hall, Tom "Bones" Malone, Lou "Blue Lou" Marini, Matt "Guitar" Murphy und Alan "Mr. Fabulous" Rubin.